Die Firmengeschichte

Am 01.04.1949 gründete der Bauingenieur Heinrich Hecker das Bauunternehmen Heinrich Hecker. Zu Beginn beschäftigte das junge Unternehmen 32 gewerbliche Mitarbeiter und 3 Angestellte. Die ersten Baugeräte wurden auf einem Platz am Melkbrink in Oldenburg gelagert. Die ersten Aufträge bestanden in kleineren Hochbauten und der Maschinenhalle des Torfkraftwerkes in Rühle. Der Zeitpunkt für die Gründung des Bauunternehmens war vor dem historischen Hintergrund günstig. Der Wohnungsmangel war groß: 1949 standen den Oldenburgern pro Kopf durchschnittlich nur knapp sechs Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung.



Das junge Unternehmen konnte sich so rasch entwickeln und wies im Folgejahr der Firmengründung bereits eine Verdopplung sowohl des Umsatz als auch der Beschäftigungszahl aus.



Die positive Entwicklung des Unternehmens spiegelte sich auch in der Expansion im technischen Bereich wider. So wurde im Jahre 1951 ein Bauhof mit Büro am Johann-Justus-Weg in Oldenburg angemietet.



Das Büro am Johann-Justus-Weg konnte jedoch den Bedürfnissen und Anforderungen eines weiter expandierenden Bauunternehmens nur kurze Zeit genügen, so dass 1953 beschlossen wurde, ein Geschäftsgrundstück in der Elsässer Straße zu erwerben.



1954
war das Ingenieurbüro schon eine eigenständige Abteilung. Die Firma kaufte einen zweiten Bagger, um nun mit Hilfe eines Mäklers und eines Delmag-Dieselbären Bagger- und Rammarbeiten zu bewerkstelligen. Zum ersten Mal beteiligte sich das Bauunternehmen an einer Arbeitsgemeinschaft: Die Weser-Ems-Halle in Oldenburg wurde gebaut. Das gerade sieben Jahre alte Unternehmen expandierte von nun an nicht nur am Firmenstammsitz in Oldenburg, es wurde eine Niederlassung in Bremen gegründet.



In den nächsten Jahren investierte die Firma intensiv in ihren Gerätepark, um die vielfältigen Aufgaben des Hoch-, Tief- und Ingenieurbaus wahrnehmen zu können.



1962,
dem Jahr der verheerenden Jahrhundertsturmflut, beauftragte das Wasserwirtschaftsamt Brake die Firma Hecker, zusammen mit Arge-Partnern, den Deichbau in Elsfleth-Lienen auszuführen.



1963
begann das Unternehmen sich stärker im großen Wasserbau zu engagieren. Den Grundstein dazu legte der Bau der Nordpier in Brake. Der Stolz der Firma war der Erwerb der ersten Menck-Ramme mit Dampfantrieb.



Der Bauhof am Johann-Justus-Weg wurde für das aufwärts strebende Bauunternehmen nun auch zu klein, so dass ein Gelände in Tweelbäke, bei Hatten, gekauft und bis 1968 zum Bauhof ausgebaut wurde. Auch heute noch beherbergt dieser Bauhof sowohl den Geräte- und Fuhrpark als auch die Werkstatt der Firma.

1968, kurz nachdem das Einzelunternehmen in die Rechtsform einer GmbH & Co. KG umgewandelt wurde, starb der Firmengründer und geschäftsführende Gesellschafter Heinrich Hecker im Alter von 56 Jahren. Seine Nachfolge trat am 01.06.1968 sein Sohn, der Bauingenieur Detlev Hecker, als persönlich haftender Gesellschafter an.


1970–1990
Die Firma expandiert unter der Leitung von Dipl.-lng. Detlev Hecker, sowohl in regionaler als auch in maschineller Hinsicht weiter: Die Niederlassung Osnabrück wird durch den Kauf des Brücken- und Tiefbauunternehmens Gebr. RAHE gegründet. Bedingt durch den Ölpreisschock im Jahre 1973 wurden neue Betätigungsfelder gesucht. 
Man besinnt sich jedoch wieder auf das Kerngeschäft: ein ,,technisches Dienstleistungsunternehmen in der Baubranche", das Qualitätsarbeit in sämtlichen bis dahin aufgebauten Abteilungen anbietet.


Die Firma baut ein neues Verwaltungsgebäude am Johann-Justus-Weg 147 und bezieht es rechtzeitig zum 25-jährigen Firmenjubiläum 1974.



Die nächste regionale Erweiterung vollzieht sich im Jahr 1977 durch die Gründung der Niederlassung Kiebitzreihe in Schleswig-Holstein, die zwölf Jahre später nach Bad Bramstedt umzieht.


Seit 1990
Der Fall der Berliner Mauer und die Grenzöffnung bringen Ende der Achtziger Jahre eine ausgeprägte Konjunkturbelebung mit sich. Das Bauunternehmen Heinrich Hecker nutzt diese große Chance und beginnt sofort, sich im Osten der Bundesrepublik den neuen Herausforderungen zu stellen. Im Juli 1990 gründen die Bauingenieure Siegfried Pick aus Wismar und Detlev Hecker aus Oldenburg gemeinsam die Pick und Hecker GmbH, mit Sitz in Wismar. Aus dieser Erfahrung heraus ist das Bauunternehmen Heinrich Hecker im Folgejahr der Wiedervereinigung in der Lage, in Wittenförden-Wandrum die Niederlassung Schwerin zu gründen.



Der in der neuen Hauptstadt Berlin ausbrechende "Bauboom" veranlasst das Bauunternehmen Heinrich Hecker dazu, im Jahr 1993 auch dort eine Niederlassung zu gründen.



Das 50-jährige Firmenjubiläum des Bauunternehmens Heinrich Hecker fällt - wie schon das 25-jährige im Jahre 1974 - in eine Zeit der wirtschaftlichen Rezession. 
Aus baulicher Sicht haben die Beteiligungen an Großprojekten wie der Bau des Wesertunnels bei Nordenham, des Emssperrwerkes in Gandersum und die Erweiterung der Deutschen Airbus in Hamburg-Finkenwerder hoffnungsvolle Perspektiven für das technisch ausgefeilte und handwerklich solide Dienstleistungsangebot der Firma Heinrich Hecker eröffnet. 

Die Weichen für die weitere Firmenentwicklung sind gestellt. Im Jahr 1998 treten die Tochter des bisherigen Alleingesellschafters, Dipl.-Volkswirtin Hannelotte Hecker, und der langjährige Geschäftsführer, Dipl.-Ing. Werner Beisenbusch, als Mitgesellschafter in die Firma ein.


Im Laufe des Jahres 2004 hat der geschäftsführende Gesellschafter Detlev Hecker seine Geschäftsanteile an Hannelotte Hecker übertragen. 

Nach einer langen Erfolgs- und Wachstumsphase beginnen für die Firma Hecker turbulente Jahre. Einige Projekte konnten aufgrund des hohen Risikos nicht mit dem gewünschten wirtschaftlichen Erfolg abgeschlossen werden, sodass das Unternehmen in eine Schieflage geriet. Durch das Engagement der Unternehmensgruppe Depenbrock als neuer Investor, eröffneten sich dem Bauunternehmen Heinrich Hecker neue positive Zukunftsperspektiven. Unter der neuen Firmierung Hecker Bau GmbH & Co. KG wurde das Unternehmen in die Depenbrock Unternehmensgruppe mit den Kompetenzen Ingenieur- und Wasserbau eingegliedert. Die Depenbrock-Gruppe ist mit 300 Mio. € Umsatz in etwa zehnmal so groß wie die Heinrich Hecker GmbH & Co. KG. Beschäftigt werden nach der Übernahme von „Hecker“ rund 700 Mitarbeiter.


Herr Dipl-Ing. Karl-Heinrich Depenbrock ist Gesellschafter-Geschäftsführer im Unternehmen, Herr Dipl.-Ing. Uwe Wickmann hält die operative Geschäftsführung vor Ort inne.

Frau Hannelotte Hecker ist verantwortlich für die Personalentwicklung der gesamten Unternehmensgruppe Depenbrock.